Oops…

…was hab ich seit Mittwoch gemacht? Die folgenden Ereignisse sind vielleicht in chronologischer Reihenfolge…

– Bürotag: Wir haben ein neues Büro und müssen nicht mehr Marks Wohnzimmer belagern! Das heißt: Sobald wir genug Möbel erschnorrt haben, um tatsächlich darin arbeiten zu können, die Wände gestrichen sind, das Garagentor irgendwie versperrbar ist, PG&E den Strom verlegt haben, AT&T das Internet freigeschaltet hat, undundund… Donnerstag (glaube ich) war erstmal „Warten“ angesagt, bis der AAA (der amerikanische ADAC) endlich mal aufgetaucht ist, um Sunnys Schlüssel aus dem Auto zu befreien. Jetzt weiß ich, wie man Toyotas knackt, ohne die Alarmanlage auszulösen! Anschließend ging es mit dem Zweisitzer-Truck und drei Leuten hoch in die Haight. Die Fahrt auf der Ladefläche war zwar höchstgradig illegal, aber es ist SEHR entspannt, hinten zu sitzen und die Stadt an einem vorbeiziehen zu sehen. Als wir dann die dritte Polizeistreife knapp passiert haben (und einige Herzschläge Panik schoben, als die Streife mitten auf der Kreuzung stand und wohl überlegt hat, ob sie uns jetzt folgen soll oder nicht) bin ich dann ausgestiegen und zwei Blocks gelaufen, während die anderen beiden noch einen Parkplatz gesucht haben und dann einfach direkt vor dem Haus angehalten haben. Im dritten Stock fand grad eine Wohnungsauflösung statt, und neben dem Sofa und einem Küchenbord haben wir auch noch eine Mikrowelle und eine Kaffeemaschine (JA!) mitgenommen. Für 32 Dollar, die wir spontan gespendet haben. Grandios! Zurück ging es dann deutlich legaler, da unser Mitfahrer ohnehin heim wollte und zwei Straßen entfernt wohnt. Nach dem Ausladen im Büro ging es dann zurück nach Nord-San Francisco, wo im wohlhabenden Marin ein American-Apparel-Store Leuchtstoffröhren zu verschenken hatte. So ein AA-Lager ist schon einen Blick wert. 10 ct für die Parkuhr (4 Minuten Parkzeit) haben uns dann das 75$-Schicksal der übrigen geparkten Wagen auf der Straße erspart – wir bekamen als einzige keinen Strafzettel… (übrigens sind die Parkwächter hier in Elektro-Wägelchen unterwegs. Grüne Stadt!)

– Konzert in Oakland: Mit Reuben im fetten 60er-Jahre-Schlitten über den Highway nach Oakland, dort haben Wende und Alessandra ein Konzert gegeben. Die Publikumsgröße war im überschaubaren Rahmen, mit den sechs Künstlern waren etwa noch acht andere Personen im Raum gesessen. Die Improsession war allerdings atemberaubend – ein Video folgt (vielleicht). Anschließend sind wir in Downtown Oakland noch in einer Kneipe versumpft, bevor es auf den Weg zurück nach San Francisco ging – mit lauter Rockmusik, wilden U-Turns, weil die Rampe nicht da war, wo sie sein sollte (und ja, mit wegrollender Radkappe! Hell yeah!) und 90 Meilen pro Stunde auf der Bay Bridge, die uns direkt ins nächtlich-neblige Downtown San Francisco geführt hat. Großartiger Abend!

– Projekt P: Erfolgreich ging unsere Geheimstrategie nach einem „Frühstück bei Tiffany’s“ (Der Laden heißt so) weiter, und die wichtigste Einkaufsstraße ist mit unserem Namen übersät – ebenso wie mehrere Straßenzüge unsere Flyer im Briefkasten haben. Muahahaha!

– Die Grüne Jugend: Ist mittlerweile zu 50% in der Stadt eingetroffen und sucht gerade eine Wohnung in Berkeley. Teil 2 kommt Dienstag und macht meine Sofabelegung paritätisch. Juhu!

– OTEP: Haben Donnerstag ein Konzert im legendären (und bald geschlossenen) 12 Galaxies gegeben. Während den mäßigen Vorbands (eine war nett, eine war schlecht, eine war gut) lief zum Glück auf den Fernsehern über der Bar ein japanischer Actionfilm. MIt Lesben, Mädchengangs, einem Mysteriösen Fremden und einer zerstörten Schule. Authentisch dank Untertiteln. Die Kommentare der Mitzuschauenden waren Gold wert („Ah come on, that was TOTALLY predictable!“), und bessere Unterhaltung als auf der Bühne ohnehin. Otep, die Sängerin der Band, die ebenfalls Otep heißt, ist nicht nur eine begnadete Poetin, sondern auch sehr, sehr von sich überzeugt. Die Musik war großartig, und ich hatte Spaß, aber Otep hat nicht nur ihr (zugegebenermaßen mal wieder enttäuschendes) Publikum beschimpft (egal, wie schlecht die Stimmung ist – das ist respektlos gegenüber den Leuten, die für die Musik Geld ausgeben), keine Zugabe gegeben, keine Autogramme nach der Show, kein Kontakt mit den Leuten… fuck that.

Pinkelpoesie: Kirk Read, Moderator der Litquake-Veranstaltung am Sonntag, hat auch ein Soloprogramm am Start. Über sfist.com habe ich eine Freikarte gewonnen, und die Veranstaltung war sehr lustig, sehr unterhaltsam, und Kirk hat nicht nur zu evangelikaler Hallelujah-Musik gestrippt und in Gläser gepinkelt, während er über seinen Vater erzählt hat, sondern auch noch musikalische Gäste, eine Videoperformance und unglaubliches Charmepotenzial in die Show eingebaut. Das war die 0 Dollar wirklich wert🙂

Und morgen gehts wieder ans Kampagnieren. Hach.

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