Highspeedwoche

Zumindest kommt sie mir ganz schön rasant vor! Die Sanchez-Kampagne hat volle Fahrt aufgenommen, und diese Woche hat sie mich auch ganz schön eingespannt… (und endlich eine vorzeigbare Homepage! Geniale Sache! Und die Anfangsanimation ist ein Burrito – nur, falls ihr euch das fragen solltet).

Als hätte ich geahnt, dass ich dazu sonst wohl nicht mehr komme, habe ich die Woche am Montag allerdings mit einem Besuch im San Francisco Museum of Modern Art (auch bekannt als SF MoMA) begonnen. Nachdem ich vom MoMA in New York 2005 sehr begeistert war, hatte ich hohe Erwartungen – die schon allein durch die kleinere Ausstellungsfläche enttäuscht wurden: In gut zweieinhalb Stunden bin ich gemächlich durch alle Ausstellungsräume geschlendert, habe mir die sehr eindrucksvollen Fotographien von Lee Miller angeschaut, mich intensiv mit der Frida Kahlo-Ausstellung beschäftigt, die gerade Besucherscharen in die Stadt zieht, und mit dem besonders enttäuschenden „Flügel“ für Design herumgeärgert. Die Design-Enttäuschung war doppelt schwer, da ich vom entsprechenden Teil in New York sehr begeistert war. Hier beschränkte sich die Präsentation auf einen Raum mit zwei weißen Podesten, auf denen gut hundert Stücke aufgereiht standen, ohne Erklärung und ohne Charme. Überraschend gut gefallen hat mir die zeitgenössische chinesische Kunst – subtil, aber sehr schön! Nicht so überzeugen konnten mich die zwei Multimediapräsentationen – die eine Präsentation lief von einer DVD und erforderte Publikumsinteraktion, aber neben einer verwirrenden Navigation (die NIEMAND verstanden hat) noch unspektakuläre Aufnahmen im Wechsel mit einer 3D-Renderumgebung beinhaltete – in einer Qualität, die auch vor 10 Jahren schon als verstaubt gegolten hätte. Die technischen Mängel waren auch der Wermutstropfen an der nächsten Präsentation, in der 3D-Animationen ineinander übergingen. Zu schade, dass die Animationen allesamt gewollt natürlich, aber eben nicht annähernd wirklich natürlich wirkten. Falls Absicht – too bad, das macht das Kunstwerk in meinen Augen nicht zugänglicher.

Der krönende Abschluß war dann eine Filmvorführung im „Visitor Education Center“ über das Leben und Werk von Lee Miller. Abgesehen von einer Vorliebe des Produktionsteams für Millers Brüste sehr ansehnlich – schade nur, dass ihre Berichterstattung aus dem 2. Weltkrieg – für mich das Highlight ihrer Karriere – nicht so viel Raum bekommen hat, wie ich mir das gewünscht hätte. Informativ und spannend war die Dokumentation trotzdem. (Der Abschluß ihrer Karriere als Fotografin war übrigens eine Dokumentation ihres Lebens auf der eigenen Farm, auf der zahlreiche zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler kräftig am Hof mit anpacken – das letzte Bild ist die Gastgeberin, die auf dem Sofa ein Nickerchen hält. Hat Stil.)

Abends war dann wieder Kampagnentreffen für Mark, bei dem ich mich mit Arbeit zugeschüttet habe, die eines Praktikanten würdig ist: Briefe falten, eintüten, zukleben und mit Adresse versehen. Juhu! Auf dem Heimweg ist mir dann eine Speiche im Hinterrad gebrochen, welche sich in den Fahrradschlauch gebohrt hat – mit dem zu erwartenden Ergebnis.

Wie geht es weiter? Wird Nils in Zukunft laufen müssen? Oder steht er immer noch an der Bushaltestelle und wartet auf den Bus? Verprasst er sein Geld für teure Taxifahrten? Sitzt er nur noch daheim vorm Rechner? Bleibt dran! Und genießt die Lesepause mit der aktuellen Galerie, welche sowohl unseren neuen Kühlschrank als auch das Foyer des MoMA zeigt. Unglaublich!

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