(Dis-)Appointments und Adidas

Tja, meine Vorahnung hat sich bestätigt: Meine grüne Kollegin kam geschlagene zweieinhalb Stunden zu spät zum Treffen im Büro. Ich bin beim Aufräumen über ein Buch aus den 60ern über die ungesunde Vermischung von CIA und der Regierung gestoßen – ein Buch, dass noch nichts von geheimen CIA-Gefängnissen und Entführungen und Outsource-Folterungen weiß, aber dafür von geheimen CIA-Basen in Guatemala erzählt und von der Schweinebucht-Invasion. Und das war noch vor der Zeit, als die CIA die Taliban mit Waffen versorgt hat und einen gewissen Osama Bin Laden zum Guerillakampf gegen die UdSSR ausgebildet hat. What goes around, comes around…

Egal, als sie dann mit ihrem neuen iPhone kam (und von mir Spott erntete, weil ich es überzogen finde, so viel Geld für ein Handy auszugeben (über 2 Jahre: 200 Dollar fürs Handy und 70 Dollar für den Vertrag mit 450 Freiminuten und Internetflat, summa summarum knapp 1.900 Dollar. Gut, das ist in San Francisco eine Monatsmiete in einem durchschnittlichen Apartment… ich finds trotzdem affig); wirklich angepisst war ich aber erst, als sie dann eröffnete, dass sie vom 5-Stunden-Schlange-stehen zu erschöpft war, um jetzt noch das Büro aufzuräumen. Thanks for wasting my time… (nicht komplett. aber ich brauche einfach jemanden, der mir sagt, welcher Teil vom Inventar in den Müll kann und welcher unbedingt aufgehoben werden muss. Die Autorität haben Mitglieder des Kreisvorstands, und ohne diese Autorität will ich nicht wahllos Sachen wegwerfen, nur weil ich glaube, dass sie in den Müll können.) Nun ja.

What else is new? At The Gates sind seit Monaten ausverkauft, Tickets auf Craigslist gibt es ab 60 Dollar aufwärts – SO scharf bin ich dann doch nicht auf die Band und schau mir heute abend Less than Jake an, nachdem ich vorher bei Critical Mass mitreite, der lustigen Fahrraddemo für jedermann und jederfrau. Heute verfolge ich noch ein GEHEIMPROJEKT weiter und gehe nebenbei über die Rechenschaftsberichtentwürfe für die KjG (Verrückt, dass die Entwürfe ganze drei Monate vor der Konferenz geschrieben werden. Und für mich wird es ohnehin der schwerste persönliche Rechenschaftsbericht meiner bisherigen Karriere in diversen Ehrenämtern (übrigens: Der lustigste persönliche Rechenschaftsbericht meiner Zeit war übrigens mein erster Bericht, den ich für den Konvent in der Uni geschrieben habe – props an den konfliktfreudigsten Mitbewohner aller Zeiten für die Co-Autorenschaft – und an dem sich eine halbstündige Diskussion entfachte, weil wir die Formulierung „Der Konvent kriegt den Arsch nicht hoch“ nicht aus dem Bericht herausnehmen wollten. Bezeichnend, dass das mit Abstand die engagierteste Debatte im ganzen Arbeitsjahr war und uns im Nachhinein nur bestätigt hat. Aber das nur nebenbei. Eine Google-Suche mit meinem Namen führt direkt zum sehr unterhaltsamen Protokoll… ja, ich stehe dazu!)

What else? Adidas hat eine schöne Werbung geschaltet, die tolle Aufnahmen aus den USA und San Francisco beinhaltet – wer entdeckt das Gebäude der größten ortsansässigen Pornofirma, in welchem früher die U.S. Army trainierte? Und morgen

(edit: (Dis-)Appointments ist vermutlich das beste Wortspiel, das ich bisher in diesem Blog gemacht habe. Bin grad unglaublich stolz darauf.

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